Aktuelles

 
Worte, die Sie heute durch den Tag begleiten sollen
 
Er ist kein Lautsprecher.
Er spricht ohne Worte mit uns.
Er lässt die Stille sprechen
und sagt uns durch die Blumen:
Mensch, ich liebe dich!
 
Die Erde neigt sich vor dir,
die Sonne strahlt über dir,
der Mond träumt mit dir,
die Sterne leuchten für dich:
Mensch, ich liebe dich!
 
Gott schläft im Berg,
atmet durch die Pflanzen,
träumt im Tier,
erwacht im Menschen.
(Tibetisch)
 
aus: Petrus Ceelen: Auf einen Espresso 365 Inspirationen für das Jahr - für das Leben
 
 
 
 
 
 

Quelle: Kurseelsorge Bad Krozingen

 
 
Neu werden
 
Wenn jemand zu Christus gehört, gehört er schon zur neuen Schöpfung.
Das Alte ist vergangen, etwas Neues ist entstanden! Das alles kommt von Gott.  (2. Kor 5, 17)
 
Manchmal wachen wir morgens wie verwandelt auf. Mag die Sonne noch über unserem Zorn untergegangen sein – sie geht nicht mehr über ihm auf. Eine Nacht darüber geschlafen – da sehen manche Dinge oft ganz anders aus.
 
Ähnliches können wir manches Mal in der Reha erleben. Sie wird zu einer Zeit, in der Wunden zu heilen vermögen. Zu einer Zeit, die uns einen neuen Blick ermöglicht. Zu einer Zeit, die zwar nicht alles wieder ins Lot bringt, aber allem die angemessene Dimension zuweist.
Ein Reha-Aufenthalt kann zum Ort einer kleinen Neu-Schöpfung werden. Zur Gelegenheit einer nachhaltigen Verwandlung des Althergebrachten.
Die Rückkehr von der Reha nach Hause muss nicht gleichbedeutend sein mit einem Rückfall in alte Gewohnheiten und Verstrickungen. Das Ende einer Reha birgt die Chance eines Neuanfangs auch unter alten Bedingungen. Weil ich ausgerüstet bin mit einem neuen Blick und einem neugewonnen inneren Abstand zum Althergebrachten.
 
Neue Einsichten, die ich in der Reha gewonnen habe, will ich auch zuhause weiter pflegen: Auch zuhause will ich mir Zeit für mich selbst nehmen und darf dabei ruhig auch Gott ins Spiel meines Lebens bringen. Und ich darf der Einsicht in meinem Leben Raum geben, dass mir das Wesentliche im Leben geschenkt wird. Gratis. Gerade deshalb aber nicht beliebig ersetzbar oder austauschbar. Wertvolle Geschenke wollen gehütet sein, wie ein großer Schatz.
 
Im Rückblick auf eine erfolgreiche Reha können wir eine Ahnung davon bekommen, dass Gott es gut mit uns meint. Nur einrichten können wir uns darin nicht. Wir bleiben ein Leben lang unterwegs. Als Pilgerinnen & Pilger des Lebens. Wie in jener Geschichte, die von zwei Wanderern erzählt, die sich nachts in der Wüste verirren. Am Ende finden sie in einem Kloster Unterschlupf. Karg sind die Zellen eingerichtet. Und sie fragen den Abt, warum man im Koster auch auf das scheinbar Allernötigste verzichtet. „Ihr hat doch auch nichts dabei als nur das Allernötigste“, entgegnet der Abt. „Wir sind doch auf der Durchreise“, sagt einer der Wanderer. „Wir auch!“, entgegnet der Abt.
Leben ist immer Leben im Vorläufigen. Leben heißt unterwegs sein, auf der Durchreise. Wir dürfen auf unserer Wanderschaft dankbar sein, den an unserer Seite zu wissen, der der Schöpfer allen Lebens ist. Wir dürfen gewiss sein, dass all unsere Wege – bergauf und bergab – unter Gottes Segen stehen. Und dass er jede:n von uns meint. Das ist Leben pur. In dieser Gewissheit will ich jeden Tag aufs Neue aufbrechen.
 
Eine gesegnete Sommerszeit wünscht Ihnen Ihr Team der Kur- und Rehaseelsorge
 
i.V. Andreas Guthmann
 
  
 
 
 
Gedenkveranstaltung für Leidtragende der Coronapandemie  im Kurpark

Das vollständige Video der Gedenkveranstaltung sehen sie hier:

Ein Baum:
Fest verwurzelt, steht er da, Wind und Wetter ausgesetzt.
Fest verwurzelt gehen die Stürme des Lebens nicht achtlos an ihm vorbei.
Sie formen und prägen den Baum
Ein Baum:
Im Frühjahr und Sommer treibt er aus, bringt Blätter und Blüten hervor.
Im Sommer spendet er Schatten, lädt ein zur Erholung.
Im Herbst trägt er Früchte und muss Blätter lassen.
Im Winter steht er da, kahl und nackt, um dann im Frühjahr wieder mit neuer Kraft ins Leben zu starten.
Dieser Baum, den wir nun symbolisch pflanzen werden, soll zum Ort des Gedenkens werden, für alle von der Coronapandemie betroffenen Menschen.
Hier können Menschen innehalten und ablegen, was sie in dieser Zeit belastet.
Wir pflanzen diesen Baum in der Hoffnung, dass unserer Gesellschaft tiefe Wurzeln trägt, um all jenen Halt zu geben, die in der aktuellen Situation ihren Halt verlieren.
Um den Baum werden heute und in den nächsten Wochen kleine Fähnchen angebracht, die wiederspiegeln, worunter Menschen in diesen von Corona geprägten Zeiten leiden. Die Wimpel liegen auch in den kommenden Tagen in den Kirchen und dem Bürgerbüro der Stadt Bad Krozingen aus, können von dort mitgenommen, beschriftet und hier angebracht werden.
Aber auch andere Symbole, die das eigene Erleben wiederspiegeln haben hier ihren Platz.
Wir hoffen und wünschen, dass dieser Baum so zum Ort des Gedenkens wird, an dem Leid seinen Platz hat, aber an dem auch neue Kraft fürs Leben geschöpft werden kann.

Quelle: Philipp Fuchs

 
Unter der Überschrift "Spiritual Care" gibt es ein Angebot der Klinikseelsorge Singen für Ärzte, Pflegekräfte und Menschen in herausgeforderten Berufen. Es sind kurze Anleitungen für eine 2-3 minütige Pause, um den Kopf frei zu bekommen, durchzuatmen und wieder Energie / Kraft zu tanken.
Sie finden den Videolink hier unter: