Aktuelles

 
Worte, die Sie heute durch den Tag begleiten sollen
 
Ich stehe vor einem Berg
und weiß nicht,
wie ich hinaufkommen soll.
 
Erst wenn ich oben bin,
sehe ich den Weg.
 
Ich stecke in einer Sackgasse
und weiß nicht,
wie ich herauskommen soll.
 
Erst wenn ich umkehre,
finde ich den Ausweg.
 
Wo nichts mehr geht,
fängt alles an.
(Spruch auf der Berliner Mauer)
 
aus: Petrus Ceelen: Auf einen Espresso 365 Inspirationen für das Jahr - für das Leben
 
 
 
 
 
 

Quelle: Kurseelsorge Bad Krozingen

 
Gott … suche
Ihr, die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf!  (Psalm 69,33)
Von Martin Buber, dem jüdischen Religionsphilosophen, stammt folgende Geschichte:
Rabbi Baruchs Enkel, der Knabe Jechiel, spielte einst mit anderen Kindern Verstecken. Er verbarg sich gut und wartete, dass ihn die anderen suchten. Als er schon lange gewartet hatte, kam er schließlich aus seinem Versteck; aber die anderen waren nirgends mehr zu sehen. Da merkte Jechiel, dass die anderen Kinder ihn von Anfang an gar nicht gesucht hatten. Darüber musste er weinen, kam weinend in die Stube seines Großvaters gelaufen und beklagte sich über die bösen Spielverderber. Da flossen auch Rabbi Baruch die Augen über und er sagte: „So spricht Gott auch: ‚Ich verberge mich, aber keiner will mich suchen.’“
(M. Buber, Die Erzählungen der Chassidim, Zürich 1984, 191).
 
Diese Geschichte von Martin Buber berührt: das schmerzliche Erlebnis des Enkels – nämlich dass nach ihm nicht mehr gesucht wird. Und Rabbi Baruch überträgt dies auf Gott und es bewegt ihn zu Tränen.
 
Zum einen: Gott wirkt im Verborgenen und sehnt sich danach, dass die Menschen sich aufmachen, IHN zu suchen und zu entdecken. Doch kann der Mensch IHN finden – „finden“ im Sinne von: „Jetzt hab ich ihn.“?
 
Gott ist nicht zu „haben“; als ob – wenn ich ihn gefunden habe – ich mich ausruhen kann: „Ich hab ihn ja. Jetzt brauch ich ihn nicht mehr zu suchen.“
Vielmehr ist ER ein Gott, der sich uns wieder entzieht, wenn wir meinen, IHN gefunden zu haben.
 
Zum anderen: diese Geschichte will uns aufzeigen, dass Gott uns sucht.  Ja, Gott macht sich auf den Weg, weil ER sich nach uns sehnt. Er will uns nahe sein.
Rechnen wir überhaupt damit? Glauben wir, dass ER nach uns sucht und sich nach uns sehnt – egal wie wir uns IHM gegenüber verhalten (haben); egal, ob wir uns von IHM abgewandt haben? Wie oft hat das Volk Israel einen anderen Weg eingeschlagen, sich von IHM abgewendet, ja IHN und seine Befreiungstat aus der Sklaverei in Ägypten „einfach“ vergessen? Und sind wir ebenfalls einen solchen Weg gegangen wie das Volk Israel – nur unseren eigenen Weg im Blick und das Befreiende „einfach“ vergessen?
 
So lade ich Sie ein, einen Moment innezuhalten und im Blick auf diese Geschichte von Martin Buber sich zu fragen:
spüre ich manchmal den Wunsch, diesen verborgenen Gott zu suchen – und:
bleibe ich offen für IHN, der sich nach mir sehnt und mich sucht?
 
P. Edwin Rombach SCJ
 
 
  
 
 
 
Gedenkveranstaltung für Leidtragende der Coronapandemie  im Kurpark

Das vollständige Video der Gedenkveranstaltung sehen sie hier:

Ein Baum:
Fest verwurzelt, steht er da, Wind und Wetter ausgesetzt.
Fest verwurzelt gehen die Stürme des Lebens nicht achtlos an ihm vorbei.
Sie formen und prägen den Baum
Ein Baum:
Im Frühjahr und Sommer treibt er aus, bringt Blätter und Blüten hervor.
Im Sommer spendet er Schatten, lädt ein zur Erholung.
Im Herbst trägt er Früchte und muss Blätter lassen.
Im Winter steht er da, kahl und nackt, um dann im Frühjahr wieder mit neuer Kraft ins Leben zu starten.
Dieser Baum, den wir nun symbolisch pflanzen werden, soll zum Ort des Gedenkens werden, für alle von der Coronapandemie betroffenen Menschen.
Hier können Menschen innehalten und ablegen, was sie in dieser Zeit belastet.
Wir pflanzen diesen Baum in der Hoffnung, dass unserer Gesellschaft tiefe Wurzeln trägt, um all jenen Halt zu geben, die in der aktuellen Situation ihren Halt verlieren.
Um den Baum werden heute und in den nächsten Wochen kleine Fähnchen angebracht, die wiederspiegeln, worunter Menschen in diesen von Corona geprägten Zeiten leiden. Die Wimpel liegen auch in den kommenden Tagen in den Kirchen und dem Bürgerbüro der Stadt Bad Krozingen aus, können von dort mitgenommen, beschriftet und hier angebracht werden.
Aber auch andere Symbole, die das eigene Erleben wiederspiegeln haben hier ihren Platz.
Wir hoffen und wünschen, dass dieser Baum so zum Ort des Gedenkens wird, an dem Leid seinen Platz hat, aber an dem auch neue Kraft fürs Leben geschöpft werden kann.

Quelle: Philipp Fuchs

 
Unter der Überschrift "Spiritual Care" gibt es ein Angebot der Klinikseelsorge Singen für Ärzte, Pflegekräfte und Menschen in herausgeforderten Berufen. Es sind kurze Anleitungen für eine 2-3 minütige Pause, um den Kopf frei zu bekommen, durchzuatmen und wieder Energie / Kraft zu tanken.
Sie finden den Videolink hier unter: